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JAZZ-O-RAMA IM ARTHEATER: PROGRAMM IM AUGUST 2017

Jeden Dienstag wird im Artheater, Köln, ein Jazz-Abend vom Feinsten veranstaltet. Jazz-O-Rama. Nach einem Opening Act besteht die Möglichkeit mit Könnern ihres Fachs, zu jammen.

Jazz-O-Rama Programm im August 2017

Dienstag, 01.08.2017 / Beginn 21.30 Uhr
Four On Jazz – „Live At Artheater”

Matthias Erlewein – Tenorsaxofon
Pablo Held – Klavier
Robert Landfermann – Bass
Hendrik Soll – Schlagzeug

Dienstag, 08.08.2017 / Beginn 21.30 Uhr
L.U.T.Z – „4 Buchstaben, 5 Typen, 1 mal Jazz”

Bastian Stein – Trompete
Dierk Peters – Vibrafon
Pablo Held – Klavier
Oliver Lutz – Bass
Hendrik Smock – Schlagzeug

Dienstag, 15.08.2017 / Beginn 21.30 Uhr
F Hera X -„People N´People”

Anna-Lena Schnabel – Saxofon
Fabian Dudek – Saxofon
Cino Palagliesu – Bass
Leif Berger – Schlagzeug

Dienstag, 22.08.2017 / Beginn 21.30 Uhr
Gille · Böhm · Ramond · Arends
„We Butter The Bred With Butter”

Sebastian Gille – Saxofone
Rainer Böhm – Klavier
Christian Ramond – Bass
Fabian Arends – Schlagzeug

 

Dienstag, 29.08.2017 / Beginn 21.30 Uhr
Silvio Morger Supergroup
„Eines Tages, The Day will Come “

Cino Palagliesu – Tenorsaxofon
Simon Seidl – Klavier
David Helm – Bass
Silvio Morger – Schlagzeug

 

 

JAZZ-O-RAMA IM ARTHEATER: PROGRAMM IM NOVEMBER

Matthias Schriefl veranstaltet jeden Dienstag im Artheater, Köln, einen Jazz-Abend vom Feisten. Nach einem Openig Act besteht die Möglichkeit mit Könnern ihres Fachs, zu jammen.

03.11.15 um 21.30 uhr

veronika morscher quintett – “birds of a feather”
veronika morscher – stimme
matthew halpin – tenorsaxophon
martin schulte – gitarre
david helm – kontrabass
nils tegen – schlagzeug

10.11.15 um 21.30 uhr
gasser/wingold/lutz/tegen – “wisssen ist ein prozess kein produkt“
martin gasser as
frank wingold git
oliver lutz b
nils tegen dr


17.11.15 um 21.30
tribute to the swing era – “weil´s bei uns tradition ist!”
matthias schriefl trp
martin sasse p
martin gjakonovski b
marcus rieck dr

24.11.15 um 21.30
cino palagliesu super power trio feat cino palagliesu  – “back in town – cino”

sebastian gille – sax
cino palagliesu – piano
robert landfermann – bass
leif berger – drums

Christoph Möckel: Dreamlike

Christoph Möckel

Dreamlike Klaeng Records 004

Der Saxofonist Christoph Möckel war schon während seines Studiums an der Kölner Musikhochschule sehr sicht- und hörbar in der Kölner Jazz-Szene. Nach erfolgreichem Studienabschluss blieb er in Köln und spielt seitdem in verschiedenen Formationen wie dem Offshore Quintett oder den Bands von Lucas Leidinger oder Oliver Lutz, aber auch immer häufiger unter eigenem Namen. Mit „Dreamlike“ legt er nun auf dem noch recht jungen Klaeng Label seine Debut-CD vor, eine Aufnahme vom Februar 2013 mit seinem Quartett und Trompeter Menzel Mutzke als Gast. Fünf der acht Kompositionen auf dieser CD stammen von Möckel. Sein Titelsong „Dreamlike“ eröffnet die CD. Pianist Simon Seidl leitet mit gekonntem allmählichen Spannungsaufbau ein, bevor Möckel auf dem Sopransaxofon einsteigt und träumerisch schwebend der Melodie nachspürt. Der Energielevel geht immer dann eine Stufe nach oben, wenn Mutzke ins Spiel kommt, so etwa in Wayne Shorter’s „Atlantis“ oder seiner Komposition „Fearless“, die er mit seinem intensiv glühenden Sound alles andere als verträumt gestaltet und prägt. In Möckels abschließendem „Fünfzehn“ ist es wieder Seidl, der in sehr dichtem Zusammenspiel mit Bassist Matthias Nowak und Schlagzeuger Fabian Arends eindrucksvoll Spannung aufbaut. Arends, jüngstes Mitglied der Band, entfaltet dabei ein verblüffendes Spektrum rhythmischer Kreativität. Darüber bläst Möckel wunderschöne melodische Linien mit einer gewissen Zurückhaltung, so als stemmte er sich gegen den immensen Sog der Band, was zusätzliche Spannung schafft. Diese Musik erfordert mehrfaches Hören, bei dem sich immer wieder neue Eindrücke erschließen. In der Band steckt enormes Potential, das hoffentlich durch häufigeres Zusammenspielen gehoben werden wird.

Lucas Leidinger: Daydream Visions

Lucas Leidinger

Daydream Visions

Fuhrwerk Musik FWM 012

Pianist, Komponist und Arrangeur Lucas Leidinger hat schon in seiner Kölner Zeit mit Aufnahmen der kooperativen Band Ebene 0 und als Pianist und Arrangeur von einem.art, der Band des Posaunisten Max von Einem, auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt legt er mit „Daydream Visions“ die erste CD unter eigenem Namen vor. Schon der Titelsong überzeugt mit farbenfroh arrangierten Ensemble-Passagen und gipfelt in einem exzellenten Solo des Trompeters Menzel Mutzke. „Gregors Tränen“ zeigt Leidingers melancholische Seite mit gefühlvollem Solo über der abwechslungsreichen Rhythmusbasis von Bassist Oliver Lutz und Schlagzeuger Silvio Morger. Wesentlich dynamischer geht die Band in „Tiny Little Secret“ zur Sache mit fesselnden Solos von Trompeter Mutzke und Christoph Möckel am Tenorsaxofon. Leidingers zwölf Kompositionen entsprechen nicht den 08/15-Fingerübungen, die an deutschen Musikhochschulen offenbar zum Pflichtprogramm gehören, sondern haben melodische Qualität und oft das gewisse Etwas, das dem Hörer im Ohr haften bleibt, so etwa „Nadeln im Wind“ mit einem weiteren ausdrucksstarken Solo Mutzkes. Ähnliches gilt für das zupackende „Heartattack“ mit Leidingers Blockakkorden, intelligenten Dynamikwechseln und guten solistischen Leistungen der gesamten Band. Diese CD zeigt Lucas Leidinger, der zurzeit sein Studium in Kopenhagen fortsetzt, als herausragendes Talent der deutschen Jazz-Szene.

Hans-Bernd Kittlaus                       01.05.14

Oliver Lutz: Signal

Oliver Lutz

Signal

PaUnit Records UTR 4483

Der Bassist Oliver Lutz ist schon seit Jahren eine feste Größe in der Kölner Jazz Szene, sowohl mit seinem Trio wie auch als Mitspieler in Formationen wie dem Offshore Quintett oder dem Lucas Leidinger Quintett. Jetzt legt er seine erste CD auf dem schweizer Label Unit Records mit seinem Quartett vor. Geboten wird ein Programm mit acht Eigenkompositionen und ein durchgängiger stimmiger Band-Sound. Lutz gestaltet mit „The Painter“ einen Solo-Titel sehr durchdacht. Ansonsten  überlässt er die Solos weitgehend Christoph Möckel am Tenor- und Sopransaxofon und Pablo Held, der hier ausschließlich Wurlitzer Piano spielt statt des Konzertflügels, den er in seinem vielgerühmten Trio bedient. Besonders stimmungsvoll klingt Möckels Solo am Sopransaxofon in „Amma“ über dem nie eindimensionalen Rhythmus von Lutz und Schlagzeuger Moritz Baumgärtner. „Eins“ gibt Lutz Gelegenheit zu einem wohlgesetzten Intro über Baumgärtners Schlegelarbeit, bevor Möckel und Held sich der Melodie zuwenden. Held hat ein fesselndes Solo in „Center Tone“. Er prägt mit seinem Wurlitzer Klang den Sound des Quartetts am stärksten. Insgesamt ein gelungenes Debut einer jungen Band mit Potential.

Hans-Bernd Kittlaus                       01.01.14