Schlagwort-Archive: Ryan Carniaux

JAZZ-O-RAMA IM ARTHEATER: PROGRAMM IM AUGUST 2018

Jeden Dienstag wird im Artheater, Köln, ein Jazz-Abend vom Feinsten veranstaltet. Jazz-O-Rama. Nach einem Opening Act besteht die Möglichkeit mit Könnern ihres Fachs, zu jammen.

Jazz-O-Rama Programm im August 2018

Dienstag, 07.08.2018 / Beginn 21.30 Uhr
Rouzbeh Asgarian Band
“Flying to Persia”

Rouzbeh Asgarian – Guitar/ Composition
Ryan Carniaux – Trompete
Diyar Altürk – Ney, Flute, Vocals
Arman Sigarchi – Santur, Oud, Setar
Stefan Rey – Bass
Mehmet Vefa Yamalak Percussion
Jeff Herr – Schlagzeug

Dienstag, 14.08.2018 / Beginn 21.30 Uhr
GILLE · HENKELHAUSEN · WANDINGER
„Berlin Calling”

Sebastian Gille – Tenorsaxofon
Felix Henkelhausen- Bass
Ludwig Wandinger – Schlagzeug

Dienstag, 21.08.2018 / Beginn 21.30 Uhr
The Namedropping Overflow
“Wir verstehen Jazz als Musik“

Matthias Schriefl – Trompete
Cino Palaglésu – Saxofon
Tobi Anounced – Klavier
Hansi Hinterseer – Kontrabass
Robin Hood – Schlagzeug

Dienstag, 26.06.2018 / Beginn 21.30 Uhr
Query Quartet
„Music Of Herbie Nichols“

Niels Klein – Tenorsaxofon
Achim Kaufmann- Klavier
Robert Landfermann – Kontrabass
Etienne Nillesen – Schlagzeug

Nicolas Simion Group: Tarantella Facile

Nicolas Simion Group
Tarantella Facile
7dreams 7D-123 (zu beziehen unter 7dreams Records)

Wenn es noch eine Rechtfertigung gebraucht hätte, den Kölner Nicolas Simion im Januar 2015 mit dem WDR Jazzpreis für Komposition auszuzeichnen, liefern sie die zehn Kompositionen dieser CD. Da gibt es das volksmusik-inspirierte Titelstück, die Country & Western-Anklänge von „Fancy Lady“, das introspektive „Flying to Jerusalem“ oder den melancholischen „Late Night Blues“. Bei aller Unterschiedlichkeit zeichnen sich seine Kompositionen durch singbare, aber nicht triviale Melodien aus, die ihm selbst wie auch seiner exzellent und sehr international besetzten Band wunderbares Material zur Interpretation und Improvisation bieten. Beim ruhigen „Remembrance“ zelebrieren Norbert Scholly an der akustischen Gitarre und Bassist Chris Dahlgren die Melodie ebenso wie Simion selbst an der Klarinette. In „Unknown Planet“ improvisieren Simion am Saxofon und der brilliante amerikanisch-Kölner Trompeter Ryan Carniaux miteinander über dem dramatischen Schlagzeugspiel von Alan Jones. Und in „Transsylvanian Monk“ wandelt der gebürtige Grieche Antonis Anissegos gekonnt auf Monks Spuren und Simion und Carniaux demonstrieren ihre Vertrautheit mit dem alten Meister. Bei aller musikalischen Verwurzelung Simions in seiner rumänischen Heimat ist dies keine Weltmusik, sondern bester moderner Jazz mit persönlichem Touch.

Hans-Bernd Kittlaus 15.03.15

Ryan Carniaux: Never leave your baggage unattended

Ryan Carniaux

Never leave your baggage unattended

Hipjazz 010

Ryan Carniaux gehört inzwischen zu den herausragenden etablierten Trompetern in Deutschland, der ebenso erfolgreich in eigenen Bands agiert wie mit Nicolas Simion, Claudius Valk oder Wolfgang Lackerschmid, der auf der vorliegenden CD als Mitproduzent und Gastsolist am Vibraphon dabei ist. Carniaux demonstriert in den neun Titeln der CD, darunter sechs Eigenkompositionen, seine Reife als Musiker und Komponist. Er spielt hier nur Flügelhorn mit warmem Sound, der sich hervorragend ergänzt mit dem forschenden Altsaxofon von Plume, der wie Carniaux aus New York City stammt. Der Titelsong der CD ist ein gutes Beispiel für das harmonische Zusammenspiel der beiden, zu dem Pianist Mike Roelofs ein stimmiges Solo beiträgt. Roelofs‘ Komposition „One Sahel Night“ bewegt sich nach Westafrika mit schönen Basstönen von Ahmed Eid, stimmungsvollen Marimba-Klängen von Lackerschmid, der Percussion von Rodrigo Villalon und dem weltmusikalisch geprägten Gastauftritt von Sänger Njamy Sitson. „Miss Serious“ gibt Schlagzeuger Samuel Dühsler Gelegenheit zu sehr vorwärts treibender Beckenarbeit und abwechslungsreicher Akzentsetzung. Insgesamt ein hörenswertes Album dieser ausgewogenen europäisch-amerikanischen Band, zu dem Jazz Podium Fotograf Gerhard Richter originelle Fotos passend zum CD-Titel beigesteuert hat.

Hans-Bernd Kittlaus 01.03.15